Erstgespräch: Wie läuft eine Beratung ab

Erstgespräch Beratung für Eltern und Jugendliche in Nürnberg. Transparenter Prozess, Vertraulichkeit, Kosten. Termin für Erstgespräch vereinbaren.

Manchmal formulieren Eltern es so: «Wir suchen Hilfe, wissen aber nicht, wie das funktioniert. Was kostet es? Was passiert beim ersten Gespräch? Muss der Jugendliche mitkommen? Oder können wir zuerst allein kommen?»

In der Zwischenzeit:

  • Sie denken schon seit Wochen oder Monaten darüber nach;
  • Sie wissen nicht, ob Ihnen dieses Arbeitsformat liegt;
  • Sie sind besorgt: «Was, wenn es nicht hilft? Was, wenn der Jugendliche sich weigert?»;
  • Sie möchten den Prozess, Vertraulichkeit, Kosten verstehen — ohne Verpflichtungen.

Und die Frage entsteht: Wie läuft das Erstgespräch ab, und was kann man erwarten?

Ich bin Beraterin für Jugendentwicklung in Nürnberg. In diesem Artikel erkläre ich:

  • was ein Erstgespräch ist und wie es sich von Therapie unterscheidet;
  • wie der Prozess abläuft — von der Terminvereinbarung bis zu den nächsten Schritten;
  • was beim Gespräch passiert und wie man sich vorbereitet;
  • Fragen zur Vertraulichkeit und zum Datenschutz.

Wenn Sie beim Lesen merken, dass Sie Ihre spezifische Situation besprechen möchten, können Sie über den Bereich «Für Eltern» oder «Für Jugendliche» ein Kennenlerngespräch vereinbaren.

1. Was ist ein Erstgespräch: Kennenlernen ohne Verpflichtungen

Das Erstgespräch (Erstgespräch) ist ein Kennenlernen und eine Situationsbewertung. Es ist keine Verpflichtung, die Arbeit fortzusetzen, sondern eine Möglichkeit:

  • zu verstehen, ob Ihnen dieses Format liegt;
  • erste Empfehlungen zu erhalten;
  • Fragen zum Prozess, zur Vertraulichkeit, zu den Kosten zu stellen;
  • zu entscheiden, ob Sie bereit sind, weiterzumachen.

Wichtig: Das Erstgespräch ist keine Therapie. Es ist ein strukturiertes Gespräch, das hilft zu verstehen, ob Sie Unterstützung brauchen und welches Arbeitsformat passt.

Was passiert beim ersten Gespräch

Das Erstgespräch dauert 90 Minuten und umfasst:

  1. Kennenlernen — wer Sie sind, welche Situation zum Kontakt geführt hat;
  2. Situationsbewertung — kurzer Überblick: Schule, Familie, Stress, was bereits versucht wurde;
  3. Zielbestimmung — was Sie in naher Zukunft erreichen möchten;
  4. Formatdiskussion — wie wir arbeiten (Eltern getrennt, Jugendlicher getrennt, zusammen);
  5. Aktionsplan — erste Schritte und nächste Gespräche.

Das ist ein strukturierter Prozess, aber nicht starr. Wenn mehr Zeit für einen Punkt nötig ist — nehmen wir sie uns.

2. Wie läuft das Erstgespräch ab: von der Terminvereinbarung bis zu den nächsten Schritten

Schritt 1: Kontakt und Terminvereinbarung

Sie kontaktieren mich telefonisch, über das Formular auf der Website oder WhatsApp. In einem kurzen Gespräch klären wir:

  • das Hauptthema (was Sie beschäftigt);
  • das Format des Gesprächs (online über Zoom oder persönlich in Nürnberg);
  • wer kommt (Eltern, Jugendlicher oder zusammen).

Schritt 2: Gespräch (90 Minuten)

Beim Gespräch besprechen wir:

  • Hauptsorge — was Sie zu mir geführt hat;
  • Kontext — kurz über Schule, Familie, Stress, was hilft, was verschlimmert;
  • Ziel für die nahe Zukunft — was Sie erreichen möchten.

Ich stelle Fragen, um die Situation zu verstehen. Sie können mir Fragen stellen — zum Prozess, zur Erfahrung, zum Ansatz.

Schritt 3: Rollen und Transparenz

Ich erkläre, wie ich arbeite:

  • Für Eltern: Ich strukturiere die Situation, gebe Hypothesen zu Ursachen und erste praktische Schritte;
  • Für Jugendliche: Ich schaffe einen sicheren Raum, wo man offen sprechen kann, ohne Verurteilung;
  • Grenzen der Vertraulichkeit: Was bleibt privat, was muss Eltern mitgeteilt werden (Sicherheit).

Wichtig: Ich bin keine Notfallhilfe. Bei Krise wenden Sie sich an Notdienste (112).

Schritt 4: Arbeitsplan

Nach dem Gespräch bestimmen wir einen Plan:

  • Format: Einzelsitzungen für Eltern, für Jugendlichen oder gemeinsame;
  • Häufigkeit: Wöchentlich oder alle 2 Wochen;
  • Dauer: Normalerweise 4–6 Gespräche zum Start, dann nach Bedarf.

Der Plan ist immer individuell. Es gibt kein universelles Rezept — es gibt eine Struktur, die an Ihre Situation angepasst wird.

Schritt 5: Nächste Schritte

Nach dem Gespräch erhalten Sie:

  • Kurze Zusammenfassung (ohne sensible Details des Jugendlichen, wenn er getrennt war);
  • Erste Schritte — was bis zum nächsten Gespräch gemacht werden kann;
  • Angebot für den nächsten Slot — wenn Sie sich entscheiden, fortzufahren.

Die Entscheidung, die Arbeit fortzusetzen, liegt immer bei Ihnen. Kein Druck.

3. Vertraulichkeit und Datenschutz (Deutschland)

Grundsätze der Vertraulichkeit

Ich halte strikte Vertraulichkeit gemäß DSGVO (Art. 6 Abs. 1 lit. a) ein:

  • Ohne Weitergabe an Dritte ohne Ihre Zustimmung;
  • Data minimization — ich speichere nur das Nötige;
  • Sichere Speicherung — ohne sensible Daten über ungeschützte Kanäle.

Grenzen der Vertraulichkeit mit Jugendlichen

Mit Jugendlichen vereinbaren wir vorher:

  • Was privat bleibt: Persönliche Gefühle, Beziehungen zu Freunden, innere Konflikte;
  • Was Eltern mitgeteilt werden muss: Gefahr für die Sicherheit (Suizidgedanken, Selbstverletzung, gefährliche Situationen).

Das ist kein Vertrauensbruch — das ist Schutz. Der Jugendliche weiß vorher über diese Grenzen Bescheid.

4. Wie man sich auf das erste Gespräch vorbereitet

Was vorher zu überlegen

  1. 2–3 konkrete Situationen — was Sie beschäftigt (nicht allgemeine Worte, sondern konkrete Beispiele);
  2. Was bereits versucht wurde — was funktioniert hat, was nicht, warum;
  3. Kontext: Schlaf, Medien, Schule/Aktivitäten, was hilft, was verschlimmert;
  4. Präferenzen: Online oder persönlich, mit wem ist es angenehmer zu beginnen (Eltern getrennt oder zusammen mit Jugendlichem).

Sie müssen keine lange Liste vorbereiten oder einen Bericht schreiben. Es reicht, über das Wichtigste nachzudenken — was Sie zu der Entscheidung geführt hat, Hilfe zu suchen.

Was mitbringen

  • Fragen, die Sie stellen möchten;
  • Falls vorhanden — Dokumente (Bescheinigungen, Noten, falls relevant);
  • Offenheit für Dialog.

Mehr brauchen Sie nicht. Ich stelle Fragen, die helfen, die Situation zu strukturieren.

5. Häufig gestellte Fragen zum Erstgespräch

Was kostet das Erstgespräch?

Das Erstgespräch kostet 150 Euro. In dieser Summe ist das 90-minütige Gespräch, Situationsbewertung und erste Empfehlungen enthalten.

Muss der Jugendliche mitkommen?

Das hängt von der Situation ab. Manchmal ist es besser, mit Eltern zu beginnen, um die Situation zu besprechen und den Jugendlichen vorzubereiten. Manchmal ist der Jugendliche bereit, sofort zu kommen. Das besprechen wir bei der Terminvereinbarung.

Was, wenn wir nach dem Gespräch entscheiden, nicht fortzufahren?

Das ist normal. Das Erstgespräch ist keine Verpflichtung. Sie können nach dem Gespräch eine Entscheidung treffen. Kein Druck.

Kann man das Gespräch online führen?

Ja, ich führe Beratungen sowohl persönlich in Nürnberg als auch online über Zoom durch. Online ist bequemer für beschäftigte Familien oder wenn Sie nicht in Nürnberg wohnen.

Was, wenn die Situation kritisch ist?

Wenn es eine Gefahr für die Sicherheit gibt (Suizidgedanken, Selbstverletzung), wenden Sie sich an Notdienste (112) oder Krisendienst. Ich bin keine Notfallhilfe.

6. Wenn Hilfe nicht «irgendwann», sondern jetzt nötig ist: wichtige Kontakte in Deutschland

Wenn Sie ein Lebensrisiko sehen oder das Gefühl haben, dass die Situation außer Kontrolle gerät, warten Sie nicht auf einen freien Termin — weder bei einem Berater, noch bei einem Coach, noch bei einem Therapeuten.

Bei akuter Lebensgefahr (Suizidgedanken, Selbstverletzung):

  • 112 — Notruf (rund um die Uhr);
  • 110 — Polizei (wenn direkte Gefahr für die Sicherheit besteht).

Krisenpsychologische Hilfe:

  • Telefonseelsorge:
    0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenlos, anonym);
  • Nummer gegen Kummer (für Kinder und Jugendliche):
    116 111 (Mo–Sa 14:00–20:00, kostenlos);
  • Nummer gegen Kummer (für Eltern):
    0800 111 0 550 (Mo–Fr 9:00–11:00, Di und Do 17:00–19:00, kostenlos).

Offizielle Hilfeportale für Familien:

Krisenhilfe:


Wichtig: Dieser Text ist keine Diagnose und kein Ersatz für eine persönliche Beratung oder medizinische Hilfe.
Wenn Sie bei einem Jugendlichen ernsthafte Veränderungen im Verhalten oder emotionalen Zustand bemerken, ist es besser, dies mit einem Fachmann zu besprechen, als zu hoffen, dass es «von selbst vorbeigeht».

Autorin: Irina Kimnatna, Beraterin für Jugendentwicklung in Nürnberg.

Bereit für Veränderungen?

Wenn Sie das Gefühl haben, allein nicht weiterzukommen, oder einen strukturierten Aktionsplan für Ihre Familie benötigen — vereinbaren Sie eine Beratung.

Das Erstgespräch ist eine Möglichkeit, die Situation von außen zu betrachten und zu verstehen, welche Schritte Ihnen helfen können.